„Eigentlich wollte ich Opernsängerin werden, aber für die Tenöre war ich zu groß, für die Intendanten dann doch zu wenig blond und für die Regisseure hatte ich zu wenig..., na ja, Figur“ kokettiert Annette Postel auf der Bühne. Doch die Ausbildung und die Stimme für die Oper hätte sie allemal. Sie sang bereits in ihrer Jugend in der Jugendkantorei der Pfalz und studierte dann an der Hochschule für Musik Mannheim-Heidelberg Gesang.
Um das Singen drehte sich auch ihr weiteres Leben, allerdings nun eher um das Chanson. 1997 gewann sie den 1. Preis im Bundeswettbewerb Gesang/Chanson und drei Jahre später den renommierten Lotte-Lenya-Gesangswettbewerb der Kurt-Weill-Foundation in New York. Seit 1995 ist sie mit eigenen Programmen unterwegs, teils mit Band, teils nur in Begleitung ihres Bühnenpartners Klaus Webel, der durch großes Können am Flügel und solide „Diventauglichkeit“ besticht.
Die Preise:
VVK: 23,00 Euro, AK: 25,00 Euro
ermäßigt für Studenten und Inhaber der Ostseecard:
VVK: 20,00 Euro, AK: 22,00 Euro
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Chanson purPur ist ein tragisch-komischer Mix aus Arien und Tiraden von Verdi bis Weill, auf allerhöchstem musikalischen Niveau und gespickt mit prallen Parodien. Die Königin der Nacht tritt genauso auf wie ein Nilpferd, Küsse unterm Eiffelturm wechseln sich mit Sechskornbrot ab und Imker tanzen um ihre Bienen. 2002 wurde Annette Postel für dieses Programm mit dem Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Pressestimme: Badische Neueste Nachrichten
„...Und auch beim jüngsten Auftritt blieb dem Publikum im ausverkauften Zelt so manches Mal die Spucke weg ob der vokalen Kunst der offensiv aparten Blondine.... Da entfaltet die 31jährige ein buntes Panoptikum weiblicher Extreme....Es gibt aber auch schlicht Gänsehauttreibendes, etwa das dramatische „Wie lange noch?“ von Kurt Weill, der sich im zweiten Programmteil des öfteren wiederfand und, könnte er Annette Postel hören, an ihr sicher seine Freude hätte....“
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